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Profil/Beschreibung

Der englische Begriff Canvas bezeichnet eine Leinwand. Populär geworden sind Canvas im Bereich der Entwicklung von Geschäftsmodellen als "eine gemeinsame Sprache zur Beschreibung, Visualisierung, Bewertung und Veränderung" durch das Buch "Business Model Generation" um das Team von Alex Osterwalder und die dazugehörige Webplattform. Hinter den Canvas verbirgt sich die Idee anhand eines vorgegebenen Rasters auf einer "Leinwand" in grafisch, visueller Form z.B. ein Geschäftsmodell zu entwickeln.Es handelt sich dabei um eine Art Mischung aus Strukturierung, Visualisierung & Storytelling.

Bereits bei Osterwalder et al. wird die Verwendung von Canvas für Projekte diskutiert.

Mittlerweile gibt es neben dem Original auch eigene Canvas-Entwürfe z.B. für Product-Canvas von Roman Pichler, einem bekannten Vertreter und Autor zu agilem Projektmanagement und Scrum, sowie ein Project-Canvas beschrieben von James Kalbach auf der Internetseite uxtogo. Auch im deutschen Online-Buchprojekt "TurnaroundPM" werden PM-Canvas thematisiert. Dort werden die folgenden Felder auf der PM-Leinwand definiert:

1.Scope
2.Key Resources
3.Target Audience
4.Key Partner
5.Budget
6.Benefit
7.Culture & Mindset

Verschiedene Entwürfe für die visuelle Darstellung dieser Felder finden sich auf einer slideshare-Präsentation. Das Ergebnis von Project Square steht unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung.

Auf dem PM Camp 2012 in Dornbirn wurde die Entwicklung einer openPM-Canvas angeregt.

Vorgehen/Blueprint

Auf einem vorgegebenen inhaltlichen Raster wird eine Idee, ein Produkt oder Projekt, etc. beschrieben. Dies kann durch Post-its, Moderationskarten oder ähnliches geschehen. Die Darstellung gewinnt eine eigene (visuelle) Dynamik, da bei verschiedenen Canvas ganz unterschiedlieche Schwerpunkte und Muster entstehen. Osterwalder et al. entwickeln daher in einem Canvas erst ein konkretes Design,  vergleichen Muster verschiedener Designs und thematisieren anhand dieser Designs und Muster Strategien und Prozesse.

Tool & Templates

Templates:

Tools:

  • Canvanizer - http://canvanizer.com - kolloboratives Webtool zur Erstellung von Canvas
  • Der Einsatz von Mindmapping Software zur Erstellung von Canvas wird kritisch diskutiert. Alex Osterwalder sieht den Einsatz von Mindmaps bei Canvas eher skeptisch da dabei mehr Wert auf die Strukturierung gelegt wird und die Visualisierung vernachlässigt wird. Erwin Fielt merkt an, dass ein Mindmap mit der Canvas-Struktur zwar zur Generierung von Elementen in den Canvas anregt, aber die Thematisierung der Beziehung zwischen den Elementen die in der Herausarbeitung eine "Story" visuell erfassbar wird vernachlässigt wird.

Value-Proposition Canvas

Alexander Osterwalder erklärt auf dem Entrepreneur Summit in Berlin 2012 das Value Proposition Canvas:

Ein Value Proposition Canvas besteht also aus zwei Teilen: rechts der Kunde (Customer Profile) und links das Werteangebot (Value Proposition). Es ist damit eine Detailaufnahme zweier Bereiche (Customer Profile und Value Proposition) aus dem bekannten Business Model Canvas von Alexander Osterwalder.


Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte zu Canvas zur Business Model Generation finden sich z.B. auf dem Businessmodelhub.

Auf dem PM Camp 2012 in Dornbirn berichteten Barbara Bucksch und Frank Blome vom Einsatz von Canvas für Projekte bei AutoScout24 und ProjectWizards. Während ProjectWizards die "Original"-Canvas der Business Model Generation mit der von Alex Osterwalder und Kollegen angebotenen App einsetzt und hinter der Canvas sogar konkrete Planzahlen hinterlegt, bewertet man bei AutoScout24 Produkte (z.B. die Startseite oder die Suchfunktion) in einer eigenen Adaption, dem sogenannten Value Canvas, der einfach in Powerpoint abgebildet wird. Wertvoll ist vor allem der Prozess und die Erarbeitung im Team.

Marcus Raitner berichtet in seinem Blog-Artikel Kunden und Nutzen über das Value-Proposition Canvas zur Stakeholder Analyse: 

Ein Projekt kann als ein zeitlich begrenztes Unternehmen gesehen werden. Und ein solches braucht ein Geschäftsmodell. Ein sehr schönes Modell zur strukturierten Beschreibung von Geschäftsmodellen ist das Business Model Canvas von Alexander Osterwalder. Wenngleich sicherlich nicht alle Felder der Canvas für ein Projekt in gleicher Weise wichtig sind, die Analyse der Kundengruppen (Customer Segments) und des Nutzenangebots (Value Proposition) darf in keinem Projekt fehlen. Für die Detailaufnahme dieser beiden Felder liefert Alexander Osterwalder mit der Value Proposition Canvas ein intuitives und sehr hilfreiches Werkzeug. […] 

Im Kontext von Projekten, insbesondere zu Projektbeginn, halte ich dieses Value-Proposition Canvas für eine ausgezeichnete Methode, um die wesentlichen Stakeholder zu analysieren (Job, Pain, Gain) und ihnen mit dem Projekt einen attraktiven Nutzen zu bieten. Die Stärke der Canvas-Methode liegt eindeutig in der Übersichtlichkeit und der Aufforderung zum gemeinsamen interaktiven Arbeiten daran (ganz im Gegensatz zu einer unübersichtlichen Stakeholderliste). Gerade in Workshops zur Projektinitialisierung erreicht man damit schnell einen guten ersten Einblick in die „Seele“ der Stakeholder.

Quellen

Weitere Beiträge auf openPM zu Canvas

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