Ergebnis des Lessons Learned

Einstieg für Ratsuchende erleichtern

Wir haben festgestellt, dass der Einstieg für Rat- und Hilfesuchende Projektmanager und -mitarbeiter dann schwierig ist, wenn er ohne Vorkenntnis von Fachbegriffen zu seinem "Schmerz" in seiner Sprache eine "Linderung" oder "Heilung" sucht. Eine Idee zur Verbesserung ist es, unsere Fachartikel auch über eine Zuordnung in dieser Sprache erreichbar zu machen. Als Beispiel und Muster hat Michael Bordach vorgeschlagen, den Text zu unserer Mission zu transformieren. Dies ist das Ergebnis. Danke an Alexander Mereien für die tatkräftige und kundige Unterstützung.

Wir haben uns in die Lage und Sichtweise eines rat- und hilfesuchenden Projektmanagers, dem openPM unbekannt ist versetzt. Versteht er unsere Mission? Kann er sie mit seinem Alltag verbinden? Dann haben wir alle einzelnen bedeutungstragenden Begriffe isoliert und gedanklich mit ihrem Nutzen für ihn versehen (hoffentlich immer im beabsichtigten Sinne).

Ein + heißt, wir haben den Nutzen genannt, - heißt, wir haben darauf verzichtet.

+ openPM ist eine
+ offene
+ frei zugängliche
+ unabhängige
+ und nicht kommerzielle
+ Plattform für
+ Projektmanagement
+ und alle, die an Projekten arbeiten.
+ Aus der Praxis
+ für die Praxis
- werden qualitativ hochwertige,
+ interdisziplinäre,
- vielfältige
+ und unter einer freien Lizenz nutzbare
- Werkzeuge
- Methoden
- und Prozesse
- als zentral verfügbares Wissen
+ gesammelt
+ bereitgestellt
+ und gemeinsam weiter entwickelt.

Daraus haben wir dann den Text erstellt:

Projektmanager und alle, die an Projekten arbeiten, finden auf openPM Rat und Hilfe für alle Belange ihrer täglichen Arbeit. Sie diskutieren Erfahrungen und Kenntnisse, fordern und fördern Beteiligung untereinander und teilen offen und unentgeltlich alle Ergebnisse zur freien Verwendung. Träger von openPM ist der unabhängige openPM e.V., der sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Kleinspenden finanziert.

Wir sind auf's Feedback gespannt.

Feedback 

Überarbeitet von Marcus Raitner

Projektmanager und alle, die an Projekten arbeiten, finden auf openPM Rat und Hilfe für die täglichen Belange ihrer Projektarbeit. Hier diskutieren sie Erfahrungen und Kenntnisse und erarbeiten gemeinsam neue Lösungen und Methoden, die frei nutzbar der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Variante von Christian Vogel (openPM Admin Team)

Alle, die in Projekten arbeiten, finden auf openPM Wissen, Unterstützung, Rat und Hilfe für die Projektarbeit. Die Nutzer von openPM diskutieren und teilen Wissen und Erfahrung. Sie schaffen gemeinsam neue Lösungen und Methoden, die für alle frei zur Verfügung stehen.

Zweite Variante von Michael Bordach

Projektmanager und alle, die an Projekten arbeiten, finden auf openPM Rat und Hilfe für die täglichen Belange ihrer Projektarbeit. Hier diskutieren sie Erfahrungen und Kenntnisse. Sie schaffen damit gemeinsam neue Lösungen und Methoden, die der Allgemeinheit frei nutzbar zur Verfügung stehen. Träger von openPM ist der unabhängige openPM e.V., der sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Kleinspenden finanziert.

Zweite Variante von Marcus Raitner

Projektmanager und alle, die an Projekten arbeiten, finden auf openPM Rat, Hilfe und Unterstützung für die täglichen Belange ihrer Projektarbeit. Hier diskutieren sie Erfahrungen und vertiefen Kenntnisse. Es entstehen gemeinsam neue Lösungen und Methoden, die der Allgemeinheit frei zur Verfügung stehen. openPM ist unabhängig von Verbänden und Organisationen und finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge an den gemeinnützigen Verein openPM e.V.

10 Comments

  1. Michael BordachAlexander Mereien: Vielen Dank für die Auseinandersetzung mit dem Missionstatement. Das ging ja echt schnell!

    Den ersten Satz "Projektmanager und alle, die an Projekten arbeiten, finden auf openPM Rat und Hilfe für alle Belange ihrer täglichen Arbeit." finde ich schon einen sehr gelungenen Einstieg. Vielleicht könnten wir aber wirklich versuchen noch stärker den Schmerz des Ratsuchenden zu adressieren. 

    Den zweiten Satz: "Sie diskutieren Erfahrungen und Kenntnisse, fordern und fördern Beteiligung untereinander und teilen offen und unentgeltlich alle Ergebnisse zur freien Verwendung." finde ich ein wenig zu lange und es fehlt mir der Aspekt der Kollaboration, also des gemeinsamen Erarbeitens von Inhalten. 

    Der dritte Satz "Träger von openPM ist der unabhängige openPM e.V., der sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Kleinspenden finanziert." ist richtig, aber für die Mission eher unerheblich, oder? 

    Ich füge oben Mal eine überarbeitete Version ein. 



  2. Ja, was genau ist der Schmerz eines PMs, der auf openPM stößt? Er kennt uns ja nicht, hat aber nach irgendwas gesucht. Benutzt er in dieser Situation Ausdrücke wie Hilfe, Rat, Unterstützung? Ich würde es jedenfalls. Ich erwarte in einem Mission-Statement das Heilungsversprechen auf dieser etwas vagen aber eben umfassenden Ebene. Konkrete Schmerzen wie 'Streit mit Auftraggeber', 'Meilenstein verpasst', 'Bester Mitarbeiter will kündigen' müssen wir dann in unseren Fachartikeln oder dem neu zu erschaffenden "PM Schmerz-Atlas" benennen, oder?

    Tja, der Satz mit Trägerschaft. Wir haben hier versucht, die etwas leblosen Begriffe aus dem aktuellen Statement 'unabhängig' und 'nicht kommerziell' konkreter zu fassen und in der Sprache und die Sicht eines Lesers zu übertragen. Mein Herzblut hängt da nicht an der Erwähnung, ich habe jedoch das Gefühl, das wir damit beim Leser viele Hürden wegnehmen.

    Aus Christians Vorschlag:

    Für meine bisherige Wahrnehmung der Artikel auf openPM und der Sessions im Camp, sind die PM unsere vorrangige Zielgruppe. Daher erscheint es mir angemessen, sie in unserer Mission prominent und explizit anzusprechen.

    'schaffen' hat für mich einen emotionaleren Klang als 'erarbeiten', und das finde ich sehr schön.

    Die zweite Erwähnung von 'Wissen' fügt nach meinem Gefühl keinen neuen Gedanken zu unserer Aussage dazu.

    Ich ärgere mich immer sehr, wenn ich von jemandem als "Nutzer" bezeichnet werde. Das empfinde ich als sehr kalt und abweisend. Ich bin kein Nutzer. Ich bin ein Mensch, der Rat sucht oder mitdiskutieren möchte. Da wir ja direkt zu Beginn des Statements die Projektmanager in ihrer Mensch-Rolle ansprechen, können wir doch darauf verzichten, sie noch einmal aber diesmal als Nutzer von etwas zu bezeichnen, oder?

    'Allgemeinheit' trägt die Bedeutung in sich, dass auch Menschen, die nicht beitragen, davon profitieren. Daher erscheint mir das klarer als 'alle'.

    Mein neuer Vorschlag oben.


     

    1. Stimmt! Der Begriff "Nutzer" ist eher kalt und unpersönlich. openPM ist auch keine Applikation, sondern eine Community.

       

      >>Für meine bisherige Wahrnehmung der Artikel auf openPM und der Sessions im Camp, sind die PM unsere vorrangige Zielgruppe. Daher erscheint es mir angemessen, sie in unserer Mission prominent und explizit anzusprechen.

      Die PMs sind für mich eine Zielgruppe für openPM. Ich würde sie nicht als vorrangig werten. Ein Projekt braucht neben "guten" PMs auch "gute" Projektmitarbeiter/Fachkräfte. Wenn diese sich aktiv über PM informieren und Kompetenz aufbauen wird das die erfolgreiche Umsetzung von Projekten fördern. Wenn ich meinen PM besser verstehe und seine Sprache/Begriffe verstehe, dann habe ich in vielen Situationen im Projekt mehr Verständnis und kann angemessener reagieren oder auch schon proaktiv agieren. Und ich vermute, eine allzu enge Beschränkung auf PM wird alle nicht-PMs von der Teilnahme an openPM eher abhalten. 

      Ich finde, mit openPM sollten sich alle PM Interessierten angesprochen fühlen und eingeladen mitzumachen. Begreifen wir openPM als Lernumgebung und Wissensarchiv?

      1. Würde die Zielgruppe auch weiter fassen als nur Projektmanager, aber das haben wir ja mit dem Satz »Projektmanager und alle, die in Projekten arbeiten …«

        Begreifen wir openPM als Lernumgebung und Wissensarchiv?

        Da bin ich unentschlossen: Ich tendiere eher zur Lernumgebung in Sinne von- und miteinander lernen.

    2. Ja, was genau ist der Schmerz eines PMs, der auf openPM stößt? Er kennt uns ja nicht, hat aber nach irgendwas gesucht. Benutzt er in dieser Situation Ausdrücke wie Hilfe, Rat, Unterstützung? Ich würde es jedenfalls. Ich erwarte in einem Mission-Statement das Heilungsversprechen auf dieser etwas vagen aber eben umfassenden Ebene. Konkrete Schmerzen wie 'Streit mit Auftraggeber', 'Meilenstein verpasst', 'Bester Mitarbeiter will kündigen' müssen wir dann in unseren Fachartikeln oder dem neu zu erschaffenden "PM Schmerz-Atlas" benennen, oder?

      Einverstanden, Rat und Hilfe ist auf dieser allgemeinen Ebene ausreichend.

      Tja, der Satz mit Trägerschaft. Wir haben hier versucht, die etwas leblosen Begriffe aus dem aktuellen Statement 'unabhängig' und 'nicht kommerziell' konkreter zu fassen und in der Sprache und die Sicht eines Lesers zu übertragen. Mein Herzblut hängt da nicht an der Erwähnung, ich habe jedoch das Gefühl, das wir damit beim Leser viele Hürden wegnehmen.

      Die Stichworte 'nicht kommerziell' und 'unabhängig' in die Sicht des Lesers übertragen fände ich gut. Ich versuche noch eine neue Version.









  3. Woohoo!

    Zweite Variante von Marcus Raitner +1

    Illustration J.Byerly (CC BY-NC 2.0)

     

     

     

    1. Vielen Dank für die Blumen (wink) Sehr fruchtbare Zusammenarbeit!

  4. Wie gewohnt mal ein leicht anderer Ansatz von mir (wink):

    Du arbeitest im Projekt und suchst Hilfe und Unterstützung zu PM-Themen? Tausch Dich mit Gleichgesinnten aus oder bring gleich Deine Erfahrungen in eine immer größer werdende Community ein. openPM ist unabhängig und kostenlos und wird durch einen gemeinnützigen Verein gefördert. Wir freuen uns auf Dich.

    1. Das ist eine sehr warme und Neugier weckende Ansprache an den vorbeikommenden Leser. Meine Stimme hat sie an prominenter Stelle auf unserer Landing-Page. Dafür brauchen wir auch diesen "leicht anderen Ansatz".

      Die Mission, die wir hier formulieren wollten, können wir nach meiner Wahrnehmung mit diesem Ansatz einer persönlichen Ansprache nicht beschreiben, da sie etwas mehr Aspekte nach innen - also an die bestehende Community - trägt.

      1. Finde ich auch sehr gut als Botschaft auf der Landing Page! 

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